Denkmal

Nachdem ich am 02.05.2003 das Anwesen meiner Eltern übernommen hatte, war für mich klar, dass ich diese besondere Anstrengung der Übernahme nicht allein für mich gemacht hatte. Ich sah mich in der Verpflichtung einer Tradition, die durch das Wagnergeschlecht Krieg seit 1797 in Rotenfels begründet war. Auch mein Vater arbeitete in den letzten 20 Jahren seines Lebens nur noch dafür, diese Tradition am Leben zu erhalten.

Also setzte ich mich mit dem Landesdenkmalamt in Karlsruhe von Verbindung.

Der Gebietsreferent des Landesdenkmalamtes, Dr. Clemens Kieser, begutachtete in einem Ortstermin am 07.11.2005 die Werkstatt und ordnete ihre Bedeutung ein.

Daraus resultiert die Aufnahme in die Liste der Denkmale.

Gaggenau-Rotenfels,_Eisenbahnstr._Wagnerei,_Begründung

Einige Angaben im Text sind korrigierbedürftig.
Weiterblättern: Cursor auf den unteren Rand des Blattes

 

Herr Kieser erstellte auch ein Denkmalportrait zur Veröffentlichung in der Zeitschrift „Denkmalpflege in Baden Württemberg“

Landesdenkmalpflege_2008-02_Denkmalportrait

Weiterblättern: Cursor auf den unteren Rand des Blattes

Umfang des geschützten Kulturgutes

1. Backhäuschen (mit Zubehör)

2. Werkstattgebäude komplett

3. Maschinen

4. Werkzeuge

5. Holzvorräte

6. Halbfertigprodukte (teilweise über 100 Jahre alt)

7. Fertigprodukte

8. Pläne, Auftragsbücher, Rechnungen

 

Nach inzwischen 15 Jahren Beschäftigung mit der alten Wagnerei wage ich eine Aussage, die ich hiermit öffentlich zur Prüfung anbiete:

Die Wagnerei Krieg in Bad Rotenfels ist die in ihrem kompletten Umfang, ihrem umfangreichen Fundus, ihrer historischen Dimension und ihrem Erhaltungszustand, eingefroren um das Jahr 1960, weltweit einzigartig.

Diese Aussage wage ich vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen auf vielen Reisen und dem Besuch vieler Museen.

Wenn es dazu ein weiteres Beispiel gäbe oder sogar ein Beispiel, das sich noch komplexer und vollständiger darstellt, wäre ich sehr interessiert und würde die obige Aussage gerne zurück nehmen.